Starnberger Seeleben

Der erste letzte Tag, Sebastian Fitzek

Klar: der Name Fitzek steht eigentlich für Hochspanungsgeschichten. Darum ist der auf dem Titel angekündigte Genrewechsel („kein Thriller“) des Autors ein kluger Schachzug: Warnung und Einladung zugleich. Actionreich ist der Roadtrip, den Fitzek sich ausgedacht hat, aber doch, weil es immer etwas anders kommt als erwartet und die beiden gegensätzlichen Protagonisten mit viel Wortwitz und Selbstironie ihren zunächst unfreiwillig gemeinsamen Weg bestreiten. Worum es geht: Livius sitzt im Flugzeug, auf dem Weg von München nach Berlin. Wind und Wetter verhindern den Abflug, so dass er auf ein Leihauto ausweichen muss. Das er sich allerdings, weil und wie es das Schicksal so will, mit einer Unbekannten (Lea) teilen muss. Zusammen machen sie sich auf den Weg nach Berlin, und der hat es – bei zwei so unterschiedlichen Charakteren – dann in sich. Mehr sei nicht verraten – die Reise soll ja Spaß machen! >> erschienen bei Droemer Knaur

Zeitstück, Bernhard Schlink

Bernhard Schlink geht gerne an Schnittstellen und greift in seinen Themen den Moment auf, an dem eine Geschichte möglicherweise ganz anders verlaufen wäre, hätte der Protagonist eine andere Entscheidung getroffen. Mit seinem neuen „Zeitstück“, als Theaterstück angelegt, involviert er Leser, bzw. Zuschauer noch stärker als mit seinen Romanen – er lässt sie nicht aus, selbst Position zu beziehen: Eine Einladung, eine Aufforderung zum Denken. Der Plot: Der letzte Schultag des Leistungskurses (Geschichte) fällt auf den 20. Juli. Zeitgleich verzeichnet die Aufsteiger-Partei „Deutsche Aktion“ mit ihrem charismatischen jungen Führer bei der Landtagswahl 37 Prozent. Auf ihrer kursinternen Abi-Party entbrennt eine hitzige Diskussion zwischen Abiturienten und Lehrer, darüber, dass das Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 viel zu spät geplant gewesen wäre. Es hätte, so die These, am 20. Juli 1931 begangen werden müssen, um das Grauen des Naziregimes zu verhindern. Was heißt das für die Gegenwart? Das Gedankenspiel jongliert zwischen Hypothese und Konsequenz – wohin führt es? >> erschienen im Diogenes Verlag

Royale Gartenpracht - die schönsten Palastgärten der Welt

Eine wahre Pracht für Gartenliebhaber: Der opulente Bild-Band öffnet die Pforte zu den schönsten fürstlichen Gärten in aller Welt. Schwer zu entscheiden, welcher royale Garten der schönste ist … „Royale Gärten“ stellt die eindrucksvollsten Gärten und Parks der Könige und Fürsten weltweit vor. Eine Reise zu den Perlen der Hortikultur: von Highgrove über Herrenhausen bis Schönbrunn, bis nach Indien zum Taj Mahal oder zum Park des Kaiserpalastes in Tokio. Ein opulenter Fotoband voller stimmungsvoller Motive, reich an Wissenswertem zu Geschichte und Bepflanzung sowie ergänzendem Planmaterial dieser herrlichen Gartenanlagen. Originaltitel: Royal Gardens, Originalverlag: Kyle >> erschienen im Prestel Verlag