Hundling

Hundling mit Frontmann Phil Höcketstaller

Hundling

„Gloane Sachan“ mit bavarikanischem Sound-Gefühl

Ein Hundling kann gar nicht anders. Bei dem gehört’s einfach zur Natur, andere mit gewitztem Charme einzuwickeln. Genau das macht die gleichnamige bayerische Rock-Band jetzt auf ihrer aktuellen „Ois Chicao“-Tour. Ihrem musikalischen „Hundling-Drang“ folgend, packen Frontmann Phil Höcketstaller und seine spielfreudige Combo das Publikum Song für Song ein und nehmen es rhythmusstark mit.

Seeleben: Du hast in den letzten 25 Jahren in verschiedensten Reggae-, Funk- und Soul-Bands als Sideman gespielt. Was gab den Ausschlag, eine eigene Band zu gründen?

Hundling: Als Bassist in unterschiedlichen Formationen zu spielen und Sideman zu sein war gut und spannend, aber es hat mich einfach mehr und mehr gereizt, als Bandleader was Eigenes zu machen, Texte zu schreiben, Geschichten zu erzählen.

Seeleben: Also Text vor Musik?

Hundling: Nö, die Melodie schreibt den Song. Aber im Alltag finde ich laufend Geschichten, die erzählt werden wollen. Eigentlich sind’s fast Märchen, kleine, gewöhnliche Geschichten mit einer Geschichte darunter. Ob’s um Grantler wie den „Hausmoasta“, im „Schuah­karton“ Gesammeltes oder „gloane Sachan“ geht – wenn man will, kann man unter der Oberfläche mehr finden.

Seeleben: Wie lang „wächst“ so ein Song bis er reif ist?

Hundling: Völlig unterschiedlich. Mancher ist einfach da und fast gleich ausgereift. Von anderen gibt’s bis zu fünfzig Versionen, die sich dann immer mehr bis auf die letzte Fassung verdichten.

Seeleben: Der Soundteppich für deine Geschichten besteht aus einer Mischung von Rock’n’Roll, Soul, Blues, Folk und Country – wäre da englisch als Sprache nicht näher als bairisch?

Hundling: Das liegt doch ganz eng beieinander, englisch und bairisch. Erst unlängst dachte ich so beim Erinnern ... „so long is des her“ , und dann, ja ... ja: „so long is this hair“. 

Das Bairisch meiner Songs ist ja auch kein „lupenreines Bayerisch“, sondern mehr ein auf bairisch-amerikanischen Tönen basierendes Klangbild, mit denen ich Gefühle direkter ausdrücken und melodiöser erzählen kann. 

Seeleben: Apropos Erzählen – was wird die zweite CD erzählen und wann kommt sie?

Hundling: Voraussichtlich 2017, im nächsten Frühjahr. Und ihre Geschichten sind wieder mitten aus dem Leben genommen – skurril, kryptisch, alltagsironisch. Wie z.B. der Taubenkot-Blues, der die Story meines Leihwagens erzählt, den ich unter einer Brücke abgestellt hab’ und der sich später quasi nicht mehr freilegen ließ unter einer dicken Kruste von Taubenkot... 

Seeleben: Dementsprechend – und frei nach John Steinbeck – heißt die CD dann „Von Tauben und Menschen“?

Hundling: Fast genau so. Momentaner Arbeitstitel ist „Nie mehr arbeiten“.

Seeleben: Okay, das Musikerdasein ist also lukrativ.

Hundling: Und wie. Jedenfalls wenn man Luxus so definiert wie ich – dass Zeit wichtiger ist als Geld, dass reich sein darin besteht, die Freiheit zu haben, das zu tun, was einem wirklich wichtig ist. Zum Beispiel Musik machen zu können ohne parallel Depperljobs für die Finanzen machen zu müssen. Und genauso ist „nie mehr arbeiten“ auch zu verstehen. Denn Texte schreiben, Musik machen, Konzerte geben, das ist ja ganz und gar mein Ding, und in diesem Sinn keine Arbeit.

Die Hundlinge rocken Bayern

2015 wurde Hundling Sieger im BR-Heimatsound-Wettbewerb des Bayerischen Rundfunks und Bayern 2 jubelte: „So gut hat bayerischer Rock’n Roll seit der Spider Murphy Gang nicht mehr funktioniert”. Jetzt ist die Band um Frontmann Phil Höcketstaller (Mitbegründer und Bassist der Babacools) mit ihrer aktuellen CD „Ois Chicago“ auf Tour.

Menschen am See

Brano Sendrei

Junger Kopf von alter Schule

Markus Flexeder

Der Landshuter Autor Markus Flexeder bereits ein Serientäter

Dr. Manfred Frei

Musikalischer Freigeist & bekennender Jazzaholic bringt den Jazz nach Starnberg

Robert Czerny

Der Starnberger Architekt spricht mit dem Seeleben über über Baukunst

Prinz Leopold von Bayern

"Der See ist niemals langweilig"

Jutta Speidel

Wenn der Horizont Berufung ist

Annett Fleischer

Böses Mädchen mit sozialem Gewissen

Hundling

„Gloane Sachan“ mit bavarikanischem Sound-Gefühl

Michael Märzheuser

Worte. Werte. Taten.

Ward Van Duffel

Der Mann, der mit den Steinen spricht

Ida Ding

Die multitalentierte Pöckinger Schriftstellerin im Gespräch

Tromposaund

Griabiger Lederhosen-Sound

Katja Seebald

Wertschätzende Geschichtenerzählerin

Oliver Lutz

"Fleisch muss nichtum die Welt reisen"

Fred H. Schober

Veni. Vidi. Whisky.

Brano Sendrei

Junger Kopf von alter Schule.