Starnberger Seeleben

Grillsaison 2022- Die fünf wichtigsten Tipps von Grillmeistern

Die Hoch-Zeit für Grillmeister hat begonnen und man hört allerorts, wie die Meister von Rost und Kohle kleine Tipps für ihr feuriges Tun austauschen. Wir haben Metzgermeister und Fleischsommelier Oliver Lutz und dem Big Green Egg-Experten Moritz Schöner von Stillfried von Egg am See beim Grillen über die Schulter geguckt und nebenbei ein paar grundsätzliche Tipps mitgenommen. Hier kurz zusammengefasst die fünf wichtigsten Basistipps.

1. Wissen was man will

Grillen ist mehr als nur „Fleisch auf den Rost legen“. Damit es das Vergnügen und das Geschmackserlebnis bringt, das Sie sich wünschen, machen Sie sich vorher ein paar Gedanken, was für ein Grill und Genuss-Typ Sie sind. Soll alles schnell und unkompliziert fertig sein oder möchten Sie Ihr Grillkönnen zelebrieren? Sind Sie eher ein Freund klassischen old school-Grillens oder freuen sich darauf, neueste Grilltechnik zu nutzen? Geht es Ihnen in erster Linie um den fleischlichen Genuss oder genießen Sie ebenso gern Fisch und Gemüse vom Grill? Wenn Sie Ihren Grillkompass für sich ausgerichtet haben, können Sie Equipment und Grillgut optimal daran anpassen.

2. Die optimale Grill-Ausstattung

Es gibt eine fast unendliche Fülle an Grillgeräten, Ausstattung und Zubehör. Angefangen beim Grill selbst (traditioneller Holzkohlegrill, Keramikgrill, Gasgrill, Elektrogrill, Barbecue-Grill, Smoker etc.) bis über Grillpfannen, Racks, diverse Rostvarianten, Zangen, Messer, Thermometer usw. Vieles davon ist nicht unbedingt notwendig aber „nice to have“. Das Entscheidende, aus dem sich alles Weitere ableitet, ist der Grill, mit dem Sie arbeiten wollen (siehe auch Punkt 1).

Tipp von Moritz Schöner von Stillfried: Jede Grilltechnik hat bekanntermaßen ihre Fans. Als Big Green Egg-Repräsentant bin ich allerdings überzeugt, dass in jedem von ihnen auch ein Big Green Egg Fan steckt, denn unser Kamado (Keramik-Grill-Ofen) vereint die klassische Rost-Grillweise mit sämtlichen anderen Möglichkeiten – indirektes Grillen, Multizonen-Grillen, Rösten, Schmoren, Smoken. Mit ihm hat man abwechslungsreiche, unbegrenzte und ganzjährige Kulinarikfreude – übrigens mit lebenslanger Garantie.

3. Vorbereitung

Auch wenn Grillen häufig eine spontane Idee ist: Vorbereitung lohnt sich. Am besten eine kurze Checkliste machen. Das klingt banal, aber wenn etwas fehlt, (z.B. doch nicht mehr so viel Holzkohle da ist, wie angenommen) oder der Grill seit der letzten Nutzung doch noch nicht gereinigt wurde, gerät das ganze Timing in Schieflage. Darum bei der Einkaufsplanung auch die Extras nicht vergessen. Das gilt sowohl für Beilagen und Saucen, die das Grillvergnügen abrunden, wie für Zubehörkleinigkeiten (Grillanzünder, Alu- oder Edelstahlschalen für Gemüsepäckchen, Räucherbox mit Holzchips für spezielles Raucharoma usw.).

Tipp von Oliver Lutz: Bitte nicht vergessen, das Fleisch mit ausreichend Zeit vor der Zubereitung aus der Kühlung zu nehmen, damit es bei Raumtemperatur atmen kann.

4. Marinieren und würzen

Für das geschmackliche Verfeinern von Fleisch kann man wahlweise Rubs (trockene Gewürzmischungen) oder Marinaden (Ölmischungen) verwenden. Dabei empfiehlt sich trocken gewürztes Fleisch eher fürs indirekte Grillen, mariniertes fürs direkte Grillen.

Tipp von Oliver Lutz: Damit das Fleisch die Marinade optimal aufnimmt, reicht es aus, das Fleisch einige Stunden einzulegen. Für ein optimales Grillergebnis und damit kein Fettbrand entsteht, sollte das Fleisch vor dem Auflegen auf dem Grill vorsichtig abgetupft werden. Grundsätzlich gibt Ihr Geschmack die Richtung fürs Würzen und Marinieren vor und Ihrer Experimentierfreude sind keine Grenzen gesetzt. Für beides gibt es hervorragende Mischungen für sämtliche Vorlieben. Wir beraten Sie gerne individuell bei Ihren Grillplänen und natürlich erhalten Sie bei uns auch bereits grillfertig mariniertes oder gewürztes Fleisch.

5. Grillzeit und Temperatur

Planen Sie, je nach Grillgerät, ausreichend Zeit ein, um die gewünschte Temperatur zu erhalten. Wer das Fleisch innen saftig und außen kross liebt, erzielt mit Rückwärtsgrillen top Resultate. Dazu wird das Grillgut erst indirekt vorgegart und kommt zum Schluss nur noch kurz auf den Grill. Diese Vorgehensweise empfiehlt sich besonders bei mageren Fleischstücken. Garzeiten lassen sich nie exakt bestimmen, da jeder Grill etwas anders „tickt“. Am besten orientiert man sich darum an den Kerntemperaturen im Inneren des Fleisches. Diese lassen sich mittels Fleischthermometer unkompliziert ermitteln. Als Orientierungshilfe hier ein kurzer Überblick:

Fleich für den Grill Kerntemperatur
Steak / Filet, vom Rind 52 – ca. 62 °C (medium: 52/54 °C)
Steak / Filet, vom Schwein 65 – 70 °C
Lamm ca. 60 - 62°C (medium)
Pulled Pork ca. 70 – 72 °C
Geflügel ca.75 - 80 °C
Fisch, Garnelen 45 °C (glasig)
54 °C (durch)
Fisch, Lachs 50 – 52 °C

Extra-Tipp für Grillfans:

Am 20.08.2022 können Sie beim Big Green Egg- „7 Gänge, 7 Weine“-Grillseminar mit Moritz Schöner verschiedene Grilltechniken ausprobieren und passend zu jedem Gang passende Spitzenweine aus Deutschland und Österreich kennenlernen. Details und Anmeldung direkt bei Moritz Schöner von Stillfried: 0178-8022200, info@egg-amsee.de

Mehr Infos und echte Profi-Tipps gibt’s direkt und persönlich bei

Oliver Lutz
Handwerksmetzgerei & Feine Kost
www.metzgerei-lutz.com

Moritz Schöner von Stillfried
info@egg-amsee.de / 0178-8022200