In ihrem neuen Roman »Orion« entwickelt Petra Morsbach ein großes Thema anhand einer Fülle von komischen, traurigen, abgründigen und tröstlichen Geschichten:
Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar.
Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen Sohn auf, wird geschieden. Nach einem Nierenversagen muss sie, mittlerweile sechzig, den Schuldienst verlassen und beginnt die Arbeit in einem Literaturarchiv. Sie führt ein unauffälliges Leben mit der einzigen Besonderheit, dass es stets von Büchern begleitet wird: Von den Sechzigerjahren des zwanzigsten Jahrhunderts bis zur Gegenwart bleibt Nora immer eine leidenschaftliche Leserin. Dabei gleicht sie ihre Erfahrungen, ebenso wie die Erschütterungen der Gegenwart bis hin zum Ukraine-Krieg, mit ihrem durch Literatur gewonnen Wissen ab - und trifft darauf fußend mal mehr, mal weniger glückliche Entscheidungen.